16.Dez
2019

MIT warnt vor einheitlichen Ferienzeiten – Infrastruktur würde kollabieren

Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung in Sachsen-Anhalt (MIT) hat vor einer Vereinheitlichung der Ferien gewarnt. Die versetzten Ferienzeiten in den einzelnen Bundesländern hätten den Grund, die Durchlässigkeit der Infrastruktur sicherzustellen. Darüber hinaus würde auch die touristische Saison in den zentralen Ferienregionen Deutschlands optimiert. „Die Straßen und Autobahnen in Deutschland sind bereits überlastet. Hinzu kommen Dauerbaustellen und sonstige Verkehrseinschränkungen. Wenn zeitgleich 8 Mio. Schüler in den Ferienurlaub fahren, dann kollabiert das gesamte deutsche Verkehrssystem. Dies hätte auch erhebliche ökonomische Folgen, da der gesamte Versand- und Güterverkehr zum Erliegen kommen würde“, so der Landesvorsitzende Detlef Gürth. Dieser begrüßt, dass die Landesregierung von Sachsen-Anhalt an der bestehenden Ferienzeitregelung festhalten will. Insbesondere die touristischen Unternehmen bräuchten aus Gründen der vorhandenen Kapazitäten und aus Sicht des Fachkräftebedarfs entzerrte Urlaubsperioden ihrer Gäste. Einheitliche Ferientermine würden stattdessen zu einer drastischen Verteuerung der Preise führen. „Das Personal müsste teure Überstunden erbringen und kaum sind die Ferien vorbei, fallen Gastronomie und Hotellerie in saisonales Loch“, so Gürth abschließend.