MIT-Landesvorsitzender kritisiert Forderung der Linken: Feiertage sind keine zusätzlichen Urlaubstage

Datum des Artikels 01.11.2026

Die Forderung der Linken, auf Wochenenden fallende Feiertage nachzuholen, stößt beim Landesvorsitzenden der Mittelstands- und Wirtschaftsunion Sachsen-Anhalt, Harald Kremer, auf deutliche Kritik. „Feiertage sind keine zusätzlichen Freizeittage, die man beliebig verschieben oder nachholen kann. Sie haben eine gesellschaftliche, kulturelle und vielfach auch eine kirchliche oder historische Bedeutung. Es geht um Gedenk- und Erinnerungstage und nicht um einen zusätzlichen Anspruch auf arbeitsfreie Zeit“, erklärt Kremer.

Die Argumentation der Linken sei zudem wenig konsequent. Schließlich gebe es regelmäßig Jahre, in denen Feiertage günstig auf einen Donnerstag oder Freitag fallen und damit ein verlängertes Wochenende ermöglichen. Dann werde von der Linken auch nicht gefordert, diese zusätzlichen freien Tage wieder auszugleichen.

Kremer warnt davor, den Wirtschaftsstandort Deutschland durch immer neue Ansprüche auf zusätzliche arbeitsfreie Tage weiter zu belasten. Die Arbeitskosten steigen seit Jahren und liegen in Deutschland bereits deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Gerade der Mittelstand kann zusätzliche Belastungen nicht einfach auffangen.

„Wir diskutieren über immer mehr Freizeit, während unsere Unternehmen um Wettbewerbsfähigkeit, Aufträge und Arbeitsplätze kämpfen. Diese Prioritätensetzung ist falsch. Deutschland muss endlich wieder mehr arbeiten, statt ständig darüber nachzudenken, wie sich weitere freie Tage organisieren lassen", so Kremer.